Operation bei Septumperforation in der Türkei: Die Nase ist einer der wichtigsten Teile unseres Atmungssystems. Sie erfüllt wichtige Aufgaben wie die Regulierung des Luftstroms, das Erwärmen und Befeuchten der Luft sowie das Filtern von Keimen und Staub. Die Struktur, die die Nasenhöhle in zwei Hälften teilt und die durch die Nasenlöcher strömende Luft reguliert, wird „Septum“ (Nasenscheidewand) genannt. Eine Septumperforation ist ein Zustand, bei dem sich irgendwo in dieser Struktur, also in der Trennwand, ein Loch bildet. Dieses Loch kann die Nasenfunktionen beeinträchtigen und negative Auswirkungen auf die Gesundheit sowie die Lebensqualität haben.

Warum entsteht eine Septumperforation (Loch in der Nase)?

Es gibt viele verschiedene Ursachen. Oft können mehrere Faktoren diesen Zustand auslösen. Hier sind die häufigsten Ursachen:

Nasenoperationen

Das Risiko für ein Loch in der Nase ist bei Personen hoch, die in der Vergangenheit Nasenoperationen hatten. Das Septum kann unbeabsichtigt während einer Nasenkorrektur, einer Korrektur der Nasenscheidewandverkrümmung oder Nebenhöhlenoperationen beschädigt werden. Gewebe, das nach der Operation nicht richtig heilt, kann sich mit der Zeit in eine Perforation verwandeln.

Längerer Gebrauch von Nasensprays
Sprays zur Linderung von verstopften Nasen können bei unkontrolliertem Langzeitgebrauch die Nasenschleimhaut schädigen. Diese Schädigung kann zur Lochbildung im Septum führen. Wenn Nasensprays nicht korrekt angewendet werden, trocknet das Gewebe im Inneren der Nase aus und wird dünner.

Einwirkung von Chemikalien
Das Perforationsrisiko steigt bei Personen, die in Umgebungen mit Chemikalien arbeiten oder intensiver Umweltverschmutzung ausgesetzt sind. Chemikalien können die Nasenschleimhaut schädigen und zu einer Gewebeschwächung führen.

Gesichts- und Nasentrauma
Unfälle, Schlägereien oder Stöße beim Sport können das Septum beschädigen. Insbesondere ein harter Schlag auf die Nase kann zu Rissen im Septum oder einer anschließenden Lochbildung führen.

Drogenkonsum
Die Aufnahme von Substanzen wie Kokain und Ketamin durch die Nase zerstört das empfindliche Gewebe im Naseninneren. Diese Situation kann mit der Zeit eine Lochbildung im Septum verursachen. Insbesondere Kokain blockiert den Blutfluss in der Nasenschleimhaut, was zum Absterben des Gewebes führt.

Infektionen
Unbehandelte Infektionen im Naseninneren können schwere Schäden verursachen. Vor allem Pilzinfektionen oder chronische bakterielle Infektionen bereiten den Boden für eine Lochbildung in der Nase.

Rauchen
Rauchen trocknet die Nasenschleimhaut aus und verhindert die Heilung des Gewebes. Dies kann zu einer Schwächung des Septums und zur Lochbildung führen.

Autoimmunkrankheiten und genetische Faktoren
Einige genetische Erkrankungen oder Autoimmunstörungen können das Nasengewebe schwächen. Dies tritt häufig bei Krankheiten auf, die das Immunsystem beeinträchtigen.

Symptome einer Septumperforation

Je nach Größe und Lage des Lochs können unterschiedliche Symptome auftreten. Perforationen können verschiedene Beschwerden verursachen, indem sie den laminaren Luftstrom in der Nase in Turbulenzen umwandeln. Zu den häufigsten Symptomen gehören Nasenjucken, verstopfte Nase, Nasenbluten, Krustenbildung, übelriechender Nasenausfluss, Kopfschmerzen, postnasaler Tropf, Knorpelentzündung und ein Pfeifgeräusch beim Atmen. Das Pfeifgeräusch beim Atmen wird im Allgemeinen auf Perforationen im vorderen Teil der Nase zurückgeführt. Selten können auch ein Absinken der Nasenspitze und perforationsbedingte Infektionen beobachtet werden. Während manche Menschen keine Symptome bemerken, leiden andere unter erheblichen Beschwerden. Hier sind die häufigsten Symptome:

  • Nasentrockenheit und Krustenbildung: Das Loch in der Nase stört den Luftstrom, wodurch die Nasenschleimhaut austrocknet. Diese Trockenheit führt zu Krustenbildung und Unbehagen.
  • Nasenbluten: Der Bereich der Perforation ist meist empfindlich, weshalb häufig Nasenbluten auftritt.
  • Pfeifgeräusch beim Atmen: Besonders Löcher im vorderen Teil des Septums können beim Ein- und Ausatmen ein Pfeifgeräusch verursachen.
  • Kopfschmerzen und postnasaler Tropf: Luftstromstörungen können die Nebenhöhlen beeinträchtigen und zu Kopfschmerzen führen.
  • Übelriechender Ausfluss: Bei einer Infektion kann ein unangenehm riechender Ausfluss aus der Nase austreten.
  • Ästhetische Probleme: Bei fortgeschrittenen Perforationen können Deformitäten wie ein Einsinken des Nasenrückens (Sattelnase) oder ein Absinken der Nasenspitze auftreten.

Wie wird es diagnostiziert?

Die Diagnose wird in der Regel von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) mittels Nasenendoskopie (Untersuchung mit einer Kamera) gestellt. Dank dieser schmerzlosen und kurzen Untersuchung können selbst Perforationen im hinteren Teil des Nasenseptums leicht erkannt werden. Sie können auch in Computertomographien (CT) oder MRTs sichtbar sein, die aus anderen Gründen durchgeführt wurden. Vor einer Korrektur kann für manche Patienten eine CT der Nasennebenhöhlen empfohlen werden, um begleitende Erkrankungen auszuschließen.

Septumperforation Reparatur

Reparatur der Septumperforation und Behandlungsmethoden

Die Behandlung variiert je nach Größe und Lage des Lochs, der Schwere der Symptome und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Bei Perforationen, die keine Beschwerden verursachen, ist keine Behandlung erforderlich. In symptomatischen Fällen werden zunächst medizinische Methoden wie Nasenspülungen und Befeuchtung angewendet. Diese können zwar Linderung verschaffen, beseitigen das Loch jedoch nicht dauerhaft. Zunehmende Beschwerden können chirurgische Eingriffe notwendig machen.

Wer ist gefährdet?

Eine Septumperforation tritt besonders häufig in diesen Gruppen auf:

  • Personen, die sich bereits Nasenoperationen unterzogen haben,
  • Personen, die ein Trauma erlitten haben,
  • Langzeitnutzer von Nasensprays,
  • Kokainkonsumenten,
  • Personen mit chronischer Sinusitis oder Infektionen.

Es ist wichtig, dass diese Risikogruppen regelmäßig HNO-ärztlich untersucht werden.

Zusatzinformation: In seltenen Fällen können auch Immunsystemerkrankungen (wie Wegener-Granulomatose, Sarkoidose oder Lupus) zu Perforationen führen. Ebenso kann bei Industriearbeitern, die Schwermetallstäuben (Nickel, Chrom etc.) oder chemischen Gasen ausgesetzt sind, mit der Zeit eine Ausdünnung und Lochbildung im Septum beobachtet werden.

Chirurgische Behandlung

Die Behandlung von Perforationen, die Symptome verursachen und die Lebensqualität mindern, erfolgt in der Regel chirurgisch. Der Erfolg der Operation hängt meist direkt von der Größe des Lochs, seiner Lage und dem verbleibenden Knorpel ab. Um eine dauerhafte Lösung zu erzielen, muss entsprechend der Ursache und des umliegenden Gewebes gehandelt werden. Hierbei ist das Wissen und die Erfahrung des Chirurgen entscheidend.

Die chirurgische Schließung einer Perforation ist ein komplexer Prozess. Viele bisher angewandte Techniken waren nicht erfolgreich. Auch die Anzahl der Chirurgen, die sich auf diese Operationen spezialisiert haben, ist begrenzt. Daher zögern viele Patienten oft bei der Entscheidung für einen Eingriff.

Spezielle Technik in der Septumperforations-Chirurgie

Was macht Prof. Dr. Gediz Murat Serin anders?

  • Dr. Gediz Murat Serin wendet eine von ihm entwickelte spezielle chirurgische Methode an, um erfolgreichere und dauerhaftere Ergebnisse zu erzielen. Diese Technik wurde in der medizinischen Literatur veröffentlicht. Die Methode beinhaltet die Reparatur der Perforation unter Verwendung einer Membran, die vom Bein des Patienten entnommen wird.
  • Angesichts der geringen Erfolgsraten herkömmlicher Methoden bevorzugt Serin Gewebe von der Außenseite des Oberschenkels. Das Loch wird mittels geschlossener (endoskopischer) Chirurgie verschlossen.
  • Bei Patienten mit unzureichender Knorpelstütze wird die Operation mit der offenen Technik durchgeführt, wobei Rippenknorpel und die Knorpelmembran verwendet werden. Das heißt, sowohl die Ästhetik der Nase wird verbessert als auch das Loch verschlossen.
  • Dank dieser Techniken konnte die Erfolgsquote beim Schließen des Septumlochs auf über 90 % gesteigert werden.

📌 Was passiert, wenn eine Septumperforation nicht behandelt wird?

Wenn eine Septumperforation nicht behandelt wird, kann dies mit der Zeit zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Symptome wie Trockenheit, Krustenbildung, chronisches Bluten und Pfeifgeräusche nehmen zu. Wenn sich das Loch vergrößert, kann es zu einem Strukturverlust der Nase (Sattelnase) kommen. Zudem können sich chronische Infektionen und Nebenhöhlenprobleme entwickeln. Ohne frühzeitige Intervention sinkt zudem die Chance auf einen chirurgischen Erfolg. Daher ist der Besuch eines HNO-Spezialisten lebenswichtig.

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Was nach der Operation zu beachten ist

Verbände und Schienen an der Außenseite werden am siebten Tag entfernt, der Silikon-Stent im Inneren der Nase jedoch erst in der dritten Woche. Es ist wichtig, in der Erholungsphase vorsichtig zu sein:

  • Schützen Sie Ihre Nase vor Stößen.
  • Rauchen Sie nicht und meiden Sie reizende Substanzen.
  • Achten Sie auf Nasenreinigung und Befeuchtung.
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein.

Fazit
Dies ist ein ernsthafter Zustand, aber mit der richtigen Diagnose und Behandlung kann das Problem vollständig beseitigt werden. Wenn Sie Symptome wie Verstopfung, Bluten oder Pfeifgeräusche bemerken, konsultieren Sie einen Spezialisten.

Schließt sich eine Septumperforation von selbst?

Wissenschaftlich gesehen schließt sich eine Septumperforation nicht von selbst. Kleine Löcher können lange Zeit gleich bleiben, heilen aber nie vollständig ab.

Vergrößert sich eine Septumperforation?

Ja, es besteht die Möglichkeit. Besonders ständige Trockenheit, Traumata, Infektionen und Rauchen können dazu führen, dass das Loch wächst. Bei Schwangeren kann das Loch aufgrund hormoneller Veränderungen (Östrogen/Progesteron) und trockenerer Schleimhäute schneller wachsen.

Welche Beschwerden verursacht eine Septumperforation?

Nasenverstopfung, Schlafstörungen, Pfeifgeräusche, wiederkehrendes Nasenbluten, Krustenbildung und im fortgeschrittenen Stadium ein Absinken der Nasenspitze. Auch der Geruchssinn kann beeinträchtigt werden.

Ist eine Behandlung ohne Operation möglich?

Nicht-chirurgische Methoden bieten nur vorübergehende Linderung (Sprays, Salben, Septum-Buttons), sind aber keine dauerhafte Lösung.

Ist die Operation schwierig?

Die Schwierigkeit hängt von der Größe und Lage des Lochs ab. Kleine Löcher sind einfacher zu schließen, während große Perforationen komplexere Eingriffe erfordern.

Wird sich das Loch nach der Operation wieder öffnen?

Dieses Risiko ist bei korrekter Technik sehr gering. Rauchen, Drogenkonsum und mangelnde Pflege erhöhen das Risiko jedoch deutlich. Die ersten 6 Monate sind die kritischste Zeit.

Wie verläuft der Heilungsprozess?

In den ersten Tagen kann es zu leichten Blutungen kommen. Die meisten Patienten atmen nach 3-4 Wochen wieder angenehm. Die vollständige Heilung kann bei großen Eingriffen 3-6 Monate dauern.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird eine Septumperforation bemerkt?

Durch Kurzatmigkeit, Pfeifgeräusche, häufiges Nasenbluten und Krustenbildung.

Warum entsteht ein Loch im Septum?
Durch Traumata, Operationen, Drogenkonsum, Infektionen oder Langzeit-Nasensprays.

Was passiert, wenn das Loch zwischen den Nasenlöchern nicht geschlossen wird?
Es kann wachsen, die Nasenform verändern und das Atmen erschweren.

Heilt ein Loch im Septum ohne Operation?
Nein, die dauerhafte Lösung ist in der Regel chirurgisch.

Wie hoch sind die Kosten für eine Septumperforations-Operation?
Die Preise variieren je nach Größe und Lage des Lochs, der Technik und der Erfahrung des Chirurgen. Genaue Informationen werden nach einer Untersuchung gegeben.

Instagram: prof.dr.gedizmuratserin

Autor: Prof. Dr. Gediz Murat Serin

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