Septumperforation (Loch in der Nasenscheidewand)
Eine Septumperforation ist die Bildung eines durchgehenden Lochs in der mittleren Wand (Septum), welche die Nasenhöhle in zwei Teile trennt. Durch die Schädigung des Knorpels oder Knochens sowie der sie umgebenden Schleimhautschichten an derselben Stelle entsteht eine Verbindung zwischen der rechten und linken Nasenhöhle. Nasentrockenheit, Krustenbildung, wiederkehrende Blutungen und ein pfeifendes Geräusch beim Atmen gehören zu den häufigsten Symptomen.
Die Nase ist ein Organ, das die Luft erwärmt, befeuchtet und Keime filtert. Ihre Fähigkeit, diese Funktionen zu erfüllen, hängt in hohem Maße von der Unversehrtheit des Septums ab. Wenn eine Perforation entsteht, wird der Luftstrom innerhalb der Nase gestört, wodurch sowohl die Gesundheit als auch die Lebensqualität negativ beeinflusst werden.
Was ist eine Nasenseptumperforation?
Das Nasenseptum besteht aus einer festen Schicht aus Knorpel und Knochen in der Mitte sowie aus Schleimhautschichten (innere Nasenhaut), die diese Schicht auf beiden Seiten umgeben. Eine Perforation entsteht, wenn alle drei Schichten an derselben Stelle geschädigt werden.
Perforationen können nur 1–2 mm klein sein, aber auch eine Größe von 3–4 cm erreichen. Die Größe des Lochs und seine Lage auf dem Septum sind die beiden wichtigsten Faktoren, welche sowohl die Stärke der Beschwerden als auch den Behandlungsplan bestimmen. Während kleine Perforationen im hinteren Bereich des Septums häufig keine Symptome verursachen, führen Perforationen im vorderen Bereich zu deutlichen Beschwerden.

Wodurch entsteht eine Septumperforation?
Es gibt viele verschiedene Ursachen, und häufig kommen mehrere Faktoren zusammen, die diesen Zustand auslösen. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
Nasenoperationen
Bei Personen, die in der Vergangenheit eine Nasenoperation hatten, besteht ein höheres Risiko für ein Loch im Inneren der Nase. Während einer Nasenkorrektur, einer Operation der Nasenscheidewandverkrümmung oder einer Nebenhöhlenoperation kann das Septum unbeabsichtigt geschädigt werden. Schleimhautrisse, die während der Operation entstehen und nicht sachgemäß repariert werden, oder Gewebe, das nach der Operation nicht richtig heilt, können sich mit der Zeit zu einer Perforation entwickeln.
Langfristige Anwendung von Nasensprays
Sprays, die zur Linderung einer verstopften Nase verwendet werden, können bei langfristiger und unkontrollierter Anwendung die Nasenschleimhaut schädigen. Falsch angewendete Sprays führen dazu, dass das Gewebe im Inneren der Nase austrocknet und dünner wird; dadurch wird die Bildung eines Lochs im Septum begünstigt.
Exposition gegenüber Chemikalien und Schwermetallstaub
Das Risiko einer Perforation steigt bei Personen, die in chemisch belasteten Umgebungen arbeiten oder einer starken Umweltverschmutzung ausgesetzt sind. Besonders bei Industriearbeitern, die Schwermetallstäuben wie Nickel und Chrom oder chemischen Gasen ausgesetzt sind, können sich im Laufe der Zeit eine Ausdünnung des Septums und ein Loch entwickeln.
Gesichts- und Nasenverletzungen
Unfälle, Schläge oder Verletzungen beim Sport können das Septum schädigen. Ein harter Schlag auf die Nase kann zu einem Riss im Septum, einer Blutansammlung (Septumhämatom) und anschließend zur Bildung eines Lochs führen.
Drogenkonsum
Die Aufnahme von Substanzen wie Kokain und Ketamin über die Nase zerstört das empfindliche Gewebe im Inneren der Nase. Insbesondere Kokain blockiert die Durchblutung der Nasenschleimhaut, wodurch Gewebe abstirbt und sich mit der Zeit ein Loch im Septum bildet.
Infektionen
Infektionen im Inneren der Nase können unbehandelt zu schweren Schäden führen. Besonders Pilzinfektionen und chronische bakterielle Infektionen begünstigen die Bildung eines Lochs im Inneren der Nase.
Rauchen
Rauchen trocknet die Nasenschleimhaut aus und verhindert die Heilung des Gewebes. Dies trägt zur Schwächung des Septums und zur Bildung eines Lochs bei.
Autoimmunerkrankungen und genetische Faktoren
Einige Erkrankungen, die das Immunsystem beeinflussen, können das Nasengewebe schwächen. Autoimmunerkrankungen wie Granulomatose mit Polyangiitis (Wegener-Granulomatose), Sarkoidose und Lupus können, wenn auch selten, zu einer Perforation führen. Daher sollte bei Perforationen ohne bekannte Ursache untersucht werden, ob eine zugrunde liegende systemische Erkrankung vorliegt.
Wer gehört zur Risikogruppe?
Eine Septumperforation tritt insbesondere in folgenden Gruppen häufiger auf:
- Personen, die bereits eine Nasenoperation hatten
- Personen, die einem Gesichts- oder Nasentrauma ausgesetzt waren
- Personen, die über einen langen Zeitraum unkontrolliert Nasensprays verwendet haben
- Kokainkonsumenten
- Personen mit chronischer Sinusitis oder chronischer Naseninfektion
- Personen, die beruflich Chemikalien und Schwermetallstaub ausgesetzt sind
- Personen mit einer Autoimmunerkrankung
Es ist wichtig, diese Risikogruppen durch regelmäßige HNO-Untersuchungen zu überwachen.
Symptome einer Septumperforation
Die Symptome variieren je nach Größe und Lage des Lochs. Perforationen verwandeln den laminaren (regelmäßigen) Luftstrom im Inneren der Nase in Turbulenzen und verursachen dadurch verschiedene Beschwerden. Während einige Personen keinerlei Symptome haben, treten bei anderen Beschwerden auf, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Die häufigsten Symptome:
- Nasentrockenheit und Krustenbildung: Das Loch stört den Luftstrom und führt dazu, dass die Schleimhaut austrocknet, sich Krusten bilden und ein dauerhaftes Unwohlsein entsteht.
- Nasenbluten: Die Ränder der Perforation sind empfindlich; wiederkehrendes Nasenbluten tritt häufig auf.
- Pfeifendes Geräusch beim Atmen: Besonders Löcher im vorderen Bereich des Septums verursachen beim Ein- und Ausatmen ein pfeifendes Geräusch.
- Nasenverstopfung und Druckgefühl in der Nase: Der gestörte Luftstrom erzeugt trotz des vorhandenen Lochs ein Gefühl der Verstopfung.
- Kopfschmerzen und postnasaler Schleimfluss: Die Störung des Luftstroms kann die Nebenhöhlen beeinflussen und zu Kopfschmerzen sowie postnasalem Schleimfluss führen.
- Übelriechender Ausfluss: Wenn gleichzeitig eine Infektion besteht, kann übelriechender Ausfluss aus der Nase auftreten.
- Verminderter Geruchssinn: Dies kann sich bei lang bestehenden Perforationen infolge chronischer Infektionen und Krustenbildung entwickeln.
- Ästhetische Probleme: Bei fortgeschrittenen und weit vorne gelegenen Perforationen kann aufgrund einer Beeinträchtigung der Nasenstütze ein Einsinken des Nasenrückens (Sattelnasendeformität) oder ein Absinken der Nasenspitze auftreten.
- Soziale und psychologische Auswirkungen: Manche Patienten empfinden aufgrund des beim Atmen entstehenden Geräuschs in sozialen Situationen erhebliche Beschwerden.
Wie wird eine Septumperforation diagnostiziert?
Die Diagnose wird durch eine ärztliche Untersuchung und bei Bedarf durch bildgebende Verfahren gestellt.
Nasale Endoskopie
Die Diagnose wird in der Regel durch eine nasale Endoskopie (Untersuchung mit einer Kamera) gestellt, die von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt durchgeführt wird. Mithilfe dieser schmerzfreien und kurzen Untersuchung können selbst Perforationen im hinteren Bereich des Septums problemlos erkannt und eine eindeutige Diagnose gestellt werden. Während der Untersuchung werden die Größe und Lage des Lochs sowie der Zustand der umgebenden Knorpelstütze beurteilt; diese Informationen bilden die Grundlage des Behandlungsplans.
Bildgebende Verfahren
Eine Perforation kann auch bei einer aus anderen Gründen durchgeführten Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) festgestellt werden. Vor der Reparatur kann zur Beurteilung einer begleitenden Erkrankung der Nasennebenhöhlen eine CT-Untersuchung der Nasennebenhöhlen empfohlen werden, jedoch nicht bei jedem Patienten, sondern nur bei ausgewählten Patienten.
Zusätzliche Untersuchungen
Bei Perforationen, für die keine eindeutige Ursache festgestellt werden kann, können Blutuntersuchungen und bei Bedarf eine Biopsie angefordert werden, um eine zugrunde liegende Autoimmun- oder Infektionskrankheit auszuschließen.
Behandlungsmethoden bei Septumperforation
Die Behandlung richtet sich nach der Größe und Lage des Lochs, der Stärke der Beschwerden und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.
Medikamentöse (nichtoperative) Behandlung
Bei Perforationen, die keinerlei Beschwerden verursachen, ist keine Behandlung erforderlich; eine Beobachtung ist ausreichend. Bei Patienten mit Beschwerden werden zunächst medizinische Methoden wie Nasenspülungen, feuchtigkeitsspendende Sprays und Salben angewendet. Diese Methoden können den Patienten vorübergehend entlasten, indem sie Trockenheit und Krustenbildung reduzieren; sie schließen das Loch jedoch nicht und bieten daher keine dauerhafte Lösung.
Septumknopf
Dabei handelt es sich um einen Silikonstopfen, der das Loch mechanisch verschließt. Die Anwendung ist praktisch, doch da ein Fremdkörper in die Nase eingesetzt wird, können Reinigungsprobleme und Geruchsbildung auftreten; bei einigen Patienten können die Beschwerden sogar zunehmen, anstatt sich zu verringern. Daher wird er als ausgewählte Alternative für Patienten betrachtet, die für eine Operation nicht geeignet sind oder keine Operation wünschen.
Chirurgische Behandlung (Reparatur der Septumperforation)
Die dauerhafte Behandlung von Perforationen, die Beschwerden verursachen und die Lebensqualität beeinträchtigen, erfolgt chirurgisch. Der Erfolg der Operation steht weitgehend in direktem Verhältnis zur Größe des Lochs, seiner Lage im Septum und der verbliebenen Knorpelstütze. Für ein dauerhaftes Ergebnis sollte eine Technik gewählt werden, die zur Ursache und Größe der Perforation sowie zum umgebenden Knochen- und Knorpelgewebe passt.
Obwohl die Nasenseptumperforation eine häufige Erkrankung ist, stellt ihre erfolgreiche Behandlung weiterhin eine bedeutende Herausforderung dar. In der Literatur wurden zahlreiche unterschiedliche chirurgische Techniken beschrieben; einige dieser Techniken erzielen jedoch insbesondere bei großen Perforationen keine ausreichenden Erfolge. Die geringe Zahl an Chirurgen, die diese Operationen regelmäßig durchführen, führt außerdem dazu, dass Patienten hinsichtlich einer Operation unsicher bleiben.
Spezielle Technik zur Reparatur einer Septumperforation
Die von Prof. Dr. Gediz Murat Serin angewandte Methode
Prof. Dr. Gediz Murat Serin wendet zur Erzielung dauerhafterer Ergebnisse bei der Reparatur von Perforationen eine in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlichte Operationstechnik an, an deren Entwicklung er beteiligt war.
Wissenschaftliche Quelle
Ozdilek A, Kilavuz AE, Serin GM.
Endoscopic Repair of Nasal Septal Perforations With Fascia Lata.
The Journal of Craniofacial Surgery. 2020;31(7):1906–1909.
doi:10.1097/SCS.0000000000006641 ·
PubMed: 32956301
Die Grundlage der Methode besteht darin, die Perforation unter Berücksichtigung der begrenzten Erfolgsraten bestehender Techniken mit einem Membrangewebe (Faszie) zu reparieren, das von der Außenseite des oberen Beins des Patienten entnommen wird.
In der mit dieser Technik durchgeführten Studie wurde die Perforation bei 15 der 17 Patienten, die zwischen Januar 2016 und Januar 2019 operiert wurden, vollständig verschlossen (88,2 %). Die durchschnittliche Größe der Perforationen in der Serie betrug horizontal 18,5 mm und vertikal 11,5 mm; die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit lag bei 14,5 Monaten. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Technik insbesondere auch bei großen Perforationen angewendet werden kann.
Die Technik wird je nach Zustand des Patienten mit zwei unterschiedlichen Ansätzen durchgeführt:
Geschlossene (endoskopische) Technik
Bei geeigneten Patienten wird das Loch mithilfe eines von der Beinhaut entnommenen Membrangewebes durch einen geschlossenen (endoskopischen) Zugang verschlossen. Außerhalb der Nase wird kein Schnitt vorgenommen.
Offene Technik
Bei einigen Patienten kann auch ein Eingriff an der Außenseite der Nase erforderlich sein oder die Knorpelstütze im Inneren der Nase kann unzureichend sein. In diesen Fällen wird die Operation in offener Technik unter Verwendung von Rippenknorpel und der diesen Knorpel umgebenden Membran durchgeführt. Auf diese Weise wird sowohl das Loch im Inneren der Nase verschlossen als auch bei Bedarf die äußere Struktur und Ästhetik der Nase in derselben Sitzung korrigiert.
Doppelschichtige Unterstützung
Unabhängig davon, ob die offene oder geschlossene Technik angewendet wird, werden die gesunden Gewebe im Inneren der Nase über das Loch verschoben und bilden eine zweite Stützschicht für die mit der Membran abgedeckte Perforation. Dieser mehrschichtige Ansatz ist das grundlegende Element, das die Dauerhaftigkeit der Reparatur erhöht.
Diese Operationen sind anspruchsvolle Eingriffe, die Sorgfalt und Präzision erfordern. Das Vertrauen des Patienten in seinen Chirurgen, detaillierte Kenntnisse über den Ablauf und eine aktive Beteiligung am Prozess sind sowohl für die Erfüllung der Erwartungen als auch für die Motivation von großer Bedeutung.
Was passiert, wenn eine Septumperforation nicht behandelt wird?
Eine unbehandelte Septumperforation kann mit der Zeit zu ernsthaften Problemen führen:
- Symptome wie Trockenheit im Inneren der Nase, Krustenbildung, wiederkehrende Blutungen und ein pfeifendes Geräusch beim Atmen nehmen zu und beeinträchtigen die Lebensqualität.
- Das Loch kann sich mit der Zeit vergrößern; in fortgeschrittenen Fällen können ein Einsinken des Nasenrückens (Sattelnasendeformität) und ein Absinken der Nasenspitze entstehen.
- Vernachlässigte Perforationen können zu einer Quelle chronischer, niedriggradiger Infektionen werden; dies kann zu chronischen Entzündungen am Septumknochen, am Nasenboden und an den Seitenwänden führen.
- Langfristig können Nebenhöhlenprobleme und Beschwerden der oberen Atemwege entstehen.
- Je größer das Loch wird und je stärker das umliegende Gewebe geschwächt ist, desto geringer ist die Chance auf einen chirurgischen Erfolg.
Daher ist es wichtig, bei bestehenden Beschwerden frühzeitig einen HNO-Arzt aufzusuchen. Für eine Untersuchung und Terminvereinbarung können Sie uns über unsere Kontaktseite erreichen.
Heilungsverlauf nach der Operation
Heilungszeitplan
- Erste Tage: Leichte Blutungen und Krustenbildung können auftreten. Regelmäßige Wundpflege und Befeuchtung beschleunigen die Heilung.
- 7. Tag: Falls vorhanden, werden die äußeren Nasenpflaster und der Gipsverband entfernt.
- 3. Woche: Die in die Nase eingesetzten Silikonstents werden entfernt.
- 3.–4. Woche: Die meisten Patienten beginnen in diesem Zeitraum deutlich leichter zu atmen.
- 3.–6. Monat: Besonders bei der Reparatur großer Perforationen kann die vollständige Heilung des Gewebes so lange dauern. Die ersten 6 Monate sind der entscheidendste Zeitraum für die Dauerhaftigkeit des Ergebnisses.
Was nach der Operation zu beachten ist
- Schützen Sie die Nase vor Stößen.
- Rauchen Sie nicht und vermeiden Sie reizende Stoffe; verzichten Sie unbedingt auf Kokain.
- Achten Sie auf die Reinigung und Befeuchtung der Nase.
- Nehmen Sie die von Ihrem Arzt empfohlenen Medikamente regelmäßig ein.
- Versäumen Sie Ihre Kontrolltermine nicht.
Preis der Septumperforationsoperation
Der Preis der Operation variiert abhängig von vielen Faktoren. Die Größe und Lage der Perforation, die anzuwendende Operationstechnik, der Bedarf an einem Transplantat (Knorpel, Faszie usw.), die Ausstattung des Krankenhauses, in dem die Operation durchgeführt wird, und die Erfahrung des Chirurgen spielen eine entscheidende Rolle bei den Kosten. Ob die Operation ausschließlich aus funktionellen Gründen oder gemeinsam mit ästhetischen Korrekturen durchgeführt wird, beeinflusst ebenfalls die Gesamtkosten.
Die Preisangabe erfolgt individuell für den Patienten nach einer ausführlichen Untersuchung und Beurteilung. Daher wird Personen, die eine Operation in Erwägung ziehen, empfohlen, einen auf diesem Gebiet erfahrenen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen und eine umfassende Beurteilung durchführen zu lassen.
Häufig gestellte Fragen
Woran erkennt man eine Septumperforation?
Trockenheit und Krustenbildung in der Nase, ein pfeifendes Geräusch beim Atmen, häufig wiederkehrendes Nasenbluten und eine verstopfte Nase sind die ersten Warnzeichen. Die eindeutige Diagnose wird durch eine nasale endoskopische Untersuchung eines HNO-Arztes gestellt.
Wodurch entsteht ein Loch im Septum?
Die häufigsten Ursachen sind vorausgegangene Nasenoperationen und Verletzungen. Darüber hinaus können eine langfristige unkontrollierte Anwendung von Nasensprays, Kokainkonsum, chronische Infektionen, chemische Belastungen und Autoimmunerkrankungen ebenfalls zu einer Perforation führen.
Schließt sich eine Septumperforation von selbst?
Nein. Eine Septumperforation schließt sich nicht von selbst, da es sich um einen vollständigen Gewebeverlust handelt. Kleine Löcher können über lange Zeit gleich groß bleiben, heilen jedoch nicht und verschwinden nicht.
Einige Patienten, insbesondere bei kleinen Perforationen, können eine Verringerung ihrer Beschwerden so interpretieren, als hätte sich „das Loch geschlossen“. Bei der endoskopischen Untersuchung zeigt sich jedoch, dass die Perforation weiterhin vorhanden ist. Eine Verringerung der Symptome darf nicht mit dem Verschluss des Lochs verwechselt werden.
Kann sich eine Septumperforation vergrößern?
Ja, es besteht die Möglichkeit einer Vergrößerung. Eine ständige Austrocknung im Inneren der Nase, Verletzungen, chronische Infektionen, chemische Belastungen und Rauchen können dazu führen, dass sich die Perforation erweitert. Das Risiko einer Vergrößerung ist bei Perforationen über 1 cm höher.
Darüber hinaus können die durch erhöhte Östrogen- und Progesteronhormone während der Schwangerschaft verursachten Veränderungen der Nasenschleimhaut dazu führen, dass bestehende Perforationen leichter austrocknen und sich vergrößern. Daher gewinnt die regelmäßige Anwendung von Nasenbefeuchtern während der Schwangerschaft zusätzlich an Bedeutung.
Welche Beschwerden verursacht eine Septumperforation?
Eine verstopfte Nase, ein pfeifendes Geräusch beim Atmen, wiederkehrendes Nasenbluten, starke Trockenheit und Krustenbildung, ein Druckgefühl in der Nase, Schlafstörungen und ein verminderter Geruchssinn können auftreten. In fortgeschrittenen Fällen können ein Einsinken des Nasenrückens und ein Absinken der Nasenspitze entstehen.
Ist eine Behandlung ohne Operation möglich?
Nichtoperative Methoden bieten eine vorübergehende Linderung, schließen das Loch jedoch nicht. Feuchtigkeitsspendende Sprays, Salben oder ein Septumknopf können verwendet werden. Die endgültige und dauerhafte Behandlung ist eine Operation.
In den letzten Jahren wurden in einigen Zentren Versuche unternommen, kleine Perforationen mit biologischen Klebstoffen oder Produkten der Gewebezüchtung zu verschließen; diese Methoden haben sich jedoch noch nicht als Standardbehandlung etabliert.
Ist eine Septumperforationsoperation schwierig?
Die Schwierigkeit der Operation hängt von der Größe und Lage des Lochs sowie vom Zustand des umgebenden Gewebes ab. Während kleine Perforationen leichter zu verschließen sind, wird der Eingriff bei großen Perforationen deutlich komplexer und es kann ein zusätzliches Transplantat erforderlich sein.
Der Chirurg muss während der Operation sowohl in funktioneller als auch in ästhetischer Hinsicht die Integrität der Nase erhalten. Daher ist es wichtig, dass der Eingriff von HNO-Chirurgen durchgeführt wird, die auf diesem Gebiet erfahren sind.
Kann sich das Loch nach der Operation erneut öffnen?
Bei Operationen, die mit der richtigen Technik durchgeführt werden, ist dieses Risiko gering. Rauchen, Verletzungen, Kokainkonsum und die Nichtbeachtung der Pflegeempfehlungen erhöhen dieses Risiko jedoch deutlich. Die ersten 6 Monate nach der Operation sind der kritischste Zeitraum; in dieser Phase muss die Feuchtigkeit im Inneren der Nase erhalten und es dürfen keine ärztlichen Kontrolltermine versäumt werden.
Wie verläuft die Heilung nach der Operation?
In den ersten Tagen können leichte Blutungen und Krustenbildung auftreten. Das äußere Pflaster wird am 7. Tag und die Silikonstents in der Nase in der 3. Woche entfernt. Die meisten Patienten beginnen innerhalb von 3–4 Wochen leichter zu atmen. Bei der Reparatur großer Perforationen kann die vollständige Heilung 3–6 Monate dauern; in diesem Zeitraum ist es wichtig, geduldig zu sein und die Empfehlungen des Arztes zu befolgen.
Was passiert, wenn das Loch im Septum nicht behandelt wird?
Die Symptome verschlimmern sich mit der Zeit, das Loch kann sich vergrößern, die Form der Nase kann sich verändern und eine chronische Infektion kann entstehen. Darüber hinaus sinkt mit zunehmender Größe des Lochs die Chance auf einen chirurgischen Erfolg.
Wie hoch ist der Preis einer Septumperforationsoperation?
Der Preis variiert je nach Größe und Lage des Lochs, der anzuwendenden Technik, dem Bedarf an einem Transplantat, der Ausstattung des Krankenhauses und der Erfahrung des Chirurgen. Eine genaue Auskunft wird nach der Untersuchung und Beurteilung individuell für den Patienten erteilt.
Fazit
Eine Septumperforation ist eine ernsthafte Erkrankung, die die Lebensqualität negativ beeinflussen kann. Mit einer korrekten Diagnose und geeigneten Behandlungsmethoden kann dieses Problem weitgehend behoben werden. Obwohl die Erfolgsraten der Operation in erfahrenen Händen recht hoch sind, gibt es bei keiner chirurgischen Methode eine hundertprozentige Erfolgsgarantie.
Wenn Sie Symptome wie eine verstopfte Nase, wiederkehrende Blutungen, Krustenbildung oder ein pfeifendes Geräusch beim Atmen haben, ist es wichtig, einen HNO-Arzt aufzusuchen. Die Beachtung Ihrer Nasengesundheit ist für Ihre allgemeine Gesundheit von entscheidender Bedeutung.



